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Niemand will in die Hölle!: Agony ist schon jetzt die Enttäuschung des Jahres 2018. Dabei hätte das Spiel so gut werden können, scheitert aber total und absolut in allen Bereichen.

 

 

Niemand will in die Hölle!

 

 

 by SturmHitman, 6/4/2018 (changed: 6/4/2018)

Agony ist schon jetzt die Enttäuschung des Jahres 2018. Dabei hätte das Spiel so gut werden können, scheitert aber total und absolut in allen Bereichen.


In Agony befinden wir uns in der Hölle und spielen zwar einen Menschen, allerdings sind wir mehr eine Seele, die von Körper zu Körper wandern kann. Warum wir diese Seelenwanderung können, das wissen wir nicht. Und auch nicht, warum wir die rote Göttin verfolgen. Die  Handlung ist also eher undurchsichtig. Aber auch was Agony sein will, ist nicht ganz klar. Ist es ein Walking-Simulator, Stealth oder Abenteuer?


In Agony muss man die meiste Zeit nur von A nach B kommen, wie in den meisten Spielen.  Leider sind die Level von Agony labyrinthartig aufgebaut mit vielen Sackgassen. Zwar gibt es so eine Art von Wegweiser, dieser ist jedoch nur sehr oberflächlich und nicht immer hilfreich. Besonders nervig ist es, wenn man in diesen unübersichtlichen Level noch Sachen finden oder Gegnern ausweichen muss. Die Aufgaben in Agony sind eher simpel, aber durch fehlendes Feedback doch unnötig schwer ausgefallen. Meistens geht es darum ein Tor zu öffnen, aber es ist nicht immer klar, was man genau machen muss. Meisten muss man in diesen labyrinthartig Level irgendwelche Herzen, Schädel oder ein bestimmtes Symbol finden und das nervt einfach nur. Es streckt nicht nur unnötig die Spielzeit, sondern ist auch extrem langweilig und teilweise durch die Gegner, die man nicht bekämpfen kann, auch unglaublich schwierig. Die Checkpoints sind auch teilweise sehr schlecht gesetzt, was bestimmte Abschnitte sehr langatmig macht, besonders wenn man diese mehrmals wiederholen muss. Spielerisch ist Agony also mehr als nur schwach. Besonders die Sammelaufgaben hätten nicht sein müssen und der Pfad hätte gerne offensichtlicher sein dürfen.


Aber eigentlich haben sich wohl die meisten Agony eher wegen der Inszenierung geholt. Jedoch überzeugt Agony auch da nicht. Die Inszenierung hätte dichter sein dürfen. Zwar hat Agony durchaus atmosphärische Momente, jedoch ist es nicht so kontrovers wie erwartet. Es hätte durchaus härter sein dürfen. Zwar gibt es Blut und Brüste, jedoch hätte ich mir eine Hölle von biblischen Ausmaß gewünscht. Agony bleibt, da jedoch sehr harmlos. Da gab es schon einige Horrorspiele in der Geschichte, die härter waren und sich mehr getraut haben. Schon der Einstieg ist sehr seicht und das zieht sich dann so durch das laufende Spiel. Wo ist die versprochene Hölle? Also ich persönlich muss sagen, da war der Höllenabschnitt von Doom 3 deutlich besser und ich bin bei weitem kein Doom 3-Fan.


Was besonders bitter ist und  vor allem die Atmosphäre stört, ist die Grafik. Die ist nämlich sehr veraltet und extrem hässlich. Ich bin eigentlich keiner, der auf Grafik herumreitet, aber bei Agony fällt es halt besonders extrem auf. Es gibt tearing, matschige Texturen, sehr kantige und grobe Objekte und die Flammen sind deutlich eine Grafiktextur. Dazu ist das Spiel sehr dunkel gehalten, wenn nicht sogar etwas zu dunkel (Gammaeinstellung extrem hoch). Sicher ist das auf der Konsole noch mal schlimmer als auf den PC, das will ich nicht abstreiten, jedoch die Entwickler-Bilder haben nichts mit der Wirklichkeit zutun. Das sind für mich geschönte Bilder. Und ich möchte dazu erwähnen, dass ich das damals bei Aliens: Colonial Marines nicht groß angeprangert habe, aber Agony ist einfach zu krass in diesen Fall. Einfach mal Gameplay-Videos dazu auf Youtube anschauen. Wenn man sich fragen muss, ob das gewollte Grafik ist oder ein Bug, dann kann man nicht von guter Grafik sprechen.


Wo wir schon bei Bugs sind.......... Die gibt es natürlich auch. Vor allem bleibt man gerne wo hängen bzw. stecken. Dann natürlich Grafikbugs und sogar Abstürze sind möglich. Zwar gibt es inzwischen auch Patches, jedoch gibt es immer noch zahlreiche kleinere Probleme. Ohne einen Patch hätte ich nicht einmal das Spiel durchspielen können, weil die Ausdauer zu gering war in einem Fluchtabschnitt. So etwas darf im Jahre 2018 nun wirklich nicht mehr passieren. Das sind dann immer solche Momente, wo ich mich frage, ob die Entwickler eigentlich auch ihr eigenes Spiel testen. Auch die Steuerung ist nicht ganz optimal.


Ich weiß nicht, was ich positives über Agony sagen soll. Vielleicht das der Sound ganz okay ist und der Versuch vielleicht ansatzweise gut ist. Dennoch ist Agony technisch und spielerisch eine totale Katastrophe. Agony macht einfach keinen Spaß! Der Frustfaktor durch die nervigen Gegner und den labyrinthartigen Level ist einfach zu hoch und die höllische Darstellung ist einfach zu platt. Schnell hat man sich an Agony satt gesehen und dann merkt man sehr schnell auch, das Agony inhaltlich und spielerisch nur sehr wenig zu bieten hat. Eine absolute Enttäuschung!

 

 

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Gesamt: 100%   (4 von 4 Leser fanden diesen Artikel hilfreich.)

 

 

 

 

 

Agony

 

 

"Spielerisch und technisch eine Katastrophe! Absolte Enttäuschung des Jahres 2018!"

 

36/100

 

 

 

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